Jeder vierte in Deutschland ist zur Zeit älter als 60 Jahre. Und die Lebenserwartung wächst weiter. Bei Männern liegt sie bei 78 Jahren, bei Frauen ist sie mit 83 Jahren noch höher. Und die Forschung geht davon aus, dass jedes zweite weiblich geborene Kind auf die Zukunft projeziert eine Lebenserwartung von 100 Jahren hat und männliche Kinder ca. 95 Jahre alt werden.
Die Wirklichkeit sieht zum Teil allerdings anders aus. Denn bei verordneten Medikamenten werden mehr als 50% an die über 60-jährigen ausgegeben. Und diese Kurve steigt nochmals deutlich bei den über 65 jährigen an.
Bei Hilfsmitteln verhält es sich nicht viel anders. Das zusammen genommen spricht nicht gerade für Fitness und hohe Lebensqualität bei alten Menschen, obwohl die Medien permanent von Antiaging und der Generation best ager zwischen 50 und 70 Jahren sprechen. Und trotzdem ist an dieser Einstellung viel wahres. Denn es liegt in der Hand der Gesellschaft selbst, alt zu werden bei guter Gesundheit. Jedenfalls liegt es zum Teil in eigener Hand.
Denn dazu muss man sich konstruktiv mit dem älter werden auseinander setzen. Mit dem Eintritt in das so genannte Rentenalter beginnt ein weiterer, neuer Lebensabschnitt, der auch von vielen als die neue, späte Freiheit begriffen wird. Die heutige Generation über 60 ist modern, ist modisch gekleidet, ist offen und legere, aktiv in der eigenen Weiterbildung, geht auf Universitäten, sind ehrenamtlich tätig, beraten wesentlich jüngere Unternehmer, sind kompetent und viele führen auch ihr Berufsleben weiter, vorausgesetzt das Berufsbild erlaubt dies.
Künstler, Schauspieler, Kreative, Rechtsanwälte, Unternehmer, Handwerker, Architekten, Berater und viele andere setzen ihre Arbeit fort und erhalten damit ihre geistige Beweglichkeit und steigern ihre Kompetenz. Verbinden damit gleichzeitig ein weiteres Lernen, was bedeutet fit zu bleiben. Fit durch Neugier, Interesse und Lernen. Nach der Statistik sind die heute 70-jährigen körperlich, mental und psychisch so fit wie vor 10 Jahren die 60-jährigen.
Natürlich gibt es auch das andere Altern, Die nachlassende körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, gesundheitliche Probleme, die Zunahme von Krankheiten und körperlichen Leiden.
Denn das Alter geht mit einer Anzahl von Veränderungen einher. Der Organismus unterliegt genetisch festgelegten Altersprozessen, die von Mensch zu Mensch und von Organ zu Organ verschieden sind. Der Stoffwechsel wird langsamer, die Muskulatur wird schwächer, die Körperflüssigkeit nimmt ab, die Seh- und Hörleistung wird schwächer, die Risikofaktoren wie z.B. Entzündungen im Körper werden größer et cetera. Die Funktionseinbußen sind aber nicht als Krankheit zu bewerten. Denn von, zu mindestens schweren Krankheiten, sind die wenigsten betroffen.
Wer möglichst lange im Alter gesund bleiben möchte muss als erstes einmal diesen dritten Lebensabschnitt akzeptieren und sich positiv darauf einstellen. Zu den Altersprozessen muss man sich bekennen. Aber daneben gibt es eine Vielzahl von Vorteilen, die das Alter mit sich bringt.
Man kann neue Herausforderungen annehmen mit dem Vorteil, meist auf großes Wissen zurück greifen zu können und darauf aufzubauen, was zu noch mehr Professionalität und Kompetenz führt.
Körperliche Aktivitäten wie Schwimmen, Fahrrad fahren, Yoggen usw. können unbegrenzt fortgesetzt werden Neue Interessen, wie z.B. kulturelles wie Musik, Malen, Bildhauern usw. können möglicherweise plötzlich entdeckt werden. Alles ist möglich – immer vorausgesetzt – man bleibt aktiv. Dazu gehört natürlich Bewegung und die richtige Ernährung, sowie das Nichtrauchen, was alleine einem weiteren großen Kapitel vorbehalten bleiben muss.
Der größte Feind des Älter werdens wäre die Passivität. In einem Satz: Der Älter werdende sollte nein sagen zur Passivität und laut und deutlich und überzeugt Ja sagen zu Aktivität und damit zu einer hohen Lebensqualität.
Die insgesamt veränderte Alterstruktur stellt die Gesellschaft vor neue große Aufgaben, die konzeptionell und wirtschaftlich bewältigt werden müssen. Andererseits sollte aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass die heutigen so genannten Senioren in der Volkswirtschaft Milliarden generieren.
Darüber hinaus sollte gesehen werden, dass die Generationen oft getrennt sind. Aber heutzutage regen sich die Generationen gegenseitig an. Es entsteht eine Akzeptanz auf Gegenseitigkeit für die Generationen. Die Erfahrung der Älteren verbindet sich mit den Zukunftsvisionen der Jüngeren.
Natürlich muss zugestanden werden, dass es nicht jeden so glücklich trifft, dass man im Alter die vielen positiven Anregungen wahrnehmen kann. Wie schon formuliert wird der Mensch anfälliger für Krankheiten und Altersbeschwerden, denen man nicht ausweichen kann. Hier ist die Schulmedizin gefragt. Viel kann heute im Gegensatz zur Präventionsmedizin in Kliniken, Reha-einrichtungen und Praxen durch entsprechende Eingriffe und Medikamente repariert werden. So ist es häufig möglich, dass die Betroffenen wieder dem nachgehen können, das voran als das gesunde Altern mit all seinen Aktivitäten beschrieben wurde.
Auch das Medizinische Fachhaus von Schlieben, München kann mit einer großen Vielzahl von Alltagshilfen bei Erkrankungen akuter oder chronischer Art Hilfe leisten und damit den Betroffenen mehr Lebensqualität vermitteln, um im Idealfall die Lebensqualität zu erhalten oder zumindest zu verbessern. Denn mit Alltagshilfen lässt es sich leichter leben.
Alltagshilfen heißt alles was Sinn macht für Bad, Toilette und Haushalt. Des weiteren viele kleine Helfer wie An- und Ausziehhilfen, Einkaufshilfen, Greif- und Schreibhilfen und vieles mehr. Auch Alltagshilfen für Essen und Trinken sowie Kommunikation.
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