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Den richtigen Rollator finden – worauf es wirklich ankommt

  • 5. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Minuten

Ein Rollator kann die Lebensqualität entscheidend verbessern – mehr Sicherheit beim Gehen, mehr Ausdauer im Alltag, mehr Selbstständigkeit. Doch das Angebot ist groß und die Unterschiede sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Wir erklären, welche Rollator-Typen es gibt, worauf Sie bei der Wahl achten sollten und wann die Krankenkasse die Kosten übernimmt.



Wann ist ein Rollator sinnvoll?

Ein Rollator ist kein Zeichen von Schwäche – er ist ein Hilfsmittel, das Sicherheit und Mobilität gibt. Er ist sinnvoll, wenn:

  • das Gleichgewicht im Alter nachlässt

  • nach einer Operation oder einem Sturz die Gehsicherheit eingeschränkt ist

  • Erkrankungen wie Parkinson, multiple Sklerose oder Arthrose die Mobilität beeinträchtigen

  • längere Gehstrecken ohne Pause nicht mehr möglich sind

Wichtig: Ein Rollator ersetzt keine Physiotherapie – er ergänzt sie. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie unsicher sind, ob ein Rollator für Sie das richtige Hilfsmittel ist.

Die wichtigsten Rollator-Typen im Überblick


Standard-Rollator (Indoor & Outdoor)

Der klassische Rollator mit vier Rädern ist vielseitig einsetzbar – auf glatten Böden im Haus ebenso wie auf befestigten Wegen im Freien. Er verfügt über eine Sitzfläche, Bremsen, einen Korb oder eine Tasche und ist in verschiedenen Rahmenbreiten erhältlich. Für die meisten Nutzer ist dies die erste Wahl.


Leichtgewicht-Rollator

Mit einem Gewicht unter 6 kg sind Leichtgewicht-Rollatoren ideal für Personen, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder den Rollator häufig ins Auto laden müssen. Sie lassen sich kompakt zusammenfalten und sind trotz des geringen Gewichts stabil.


Outdoor-Rollator

Outdoor-Rollatoren haben größere, profilierte Räder für unebenes Gelände – Kopfsteinpflaster, Kieswege oder leichtes Gefälle. Sie sind robuster gebaut und bieten mehr Bodenfreiheit. Für Personen, die viel in der Natur oder in weniger gut ausgebauten Gebieten unterwegs sind, eine wichtige Option.


Rollator mit erhöhtem Griff (Unterarmstützen)

Für Personen, die sich nicht vollständig auf die Handgriffe stützen können oder eine aufrechte Körperhaltung benötigen, gibt es Modelle mit Unterarmstützen. Diese entlasten Handgelenke und Schultern und werden häufig nach Operationen oder bei Gelenkerkrankungen empfohlen.


Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

  • Griffhöhe: Die Griffe sollten auf Höhe des Handgelenks eingestellt sein, wenn Sie aufrecht stehen. Eine falsche Griffhöhe belastet Rücken und Schultern.

  • Rahmenbreite: Der Rollator muss durch alle Türen im Haushalt passen. Messen Sie vorab Ihre schmalste Tür aus – in älteren Wohnungen oft eine kritische Größe.

  • Gewicht & Tragkraft: Achten Sie darauf, dass der Rollator Ihr Körpergewicht trägt. Bei höherem Gewicht gibt es Modelle mit verstärktem Rahmen und einer Tragkraft bis 200 kg.

  • Bremsen: Zuverlässige und gut erreichbare Bremsen sind ein Sicherheitsmerkmal, das besonders bei abschüssigem Gelände oder unsicheren Schritten entscheidend ist.

  • Zubehör: Korb, Tasche, Tablett oder Stockhalter – überlegen Sie, was Sie im Alltag wirklich brauchen.

Rollator auf Rezept – was übernimmt die Krankenkasse?

Rollatoren sind Hilfsmittel im Sinne des Sozialgesetzbuches und können von Ärzten verordnet werden. Gesetzlich Versicherte haben bei ärztlicher Verordnung Anspruch auf einen Rollator aus dem Festbetragsangebot der Krankenkassen.


Das bedeutet: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten bis zu einem festgelegten Höchstbetrag. Möchten Sie ein Modell mit mehr Komfort oder besonderen Funktionen, können Sie die Differenz selbst zuzahlen.


In unserem Sanitätshaus beraten wir Sie transparent über die Kostenübernahme und helfen Ihnen, das Modell zu finden, das medizinisch und praktisch am besten zu Ihnen passt – egal ob Kassenmodell oder individuelle Auswahl.


Rollator mieten statt kaufen – wann lohnt sich das?

Für eine vorübergehende Nutzung – etwa nach einer Operation oder während einer Reha-Phase – ist die Miete eines Rollators oft die sinnvollere Lösung. Im Sanitätshaus von Schlieben können Sie Rollatoren für einen individuellen Zeitraum mieten. So tragen Sie kein Kaufrisiko und haben trotzdem das richtige Hilfsmittel zur Hand.


Unser Rat: Probieren Sie den Rollator vor dem Kauf aus


Ein Rollator ist ein sehr persönliches Hilfsmittel. Griffhöhe, Rollverhalten, Gewicht und Handhabung sollten passen – das lässt sich nur vor Ort beurteilen. In unserem Sanitätshaus nehmen wir uns die Zeit, verschiedene Modelle gemeinsam mit Ihnen auszuprobieren und fachgerecht einzustellen.


Kommen Sie mit Ihrem Rezept oder einfach zur Beratung – wir helfen Ihnen, den Rollator zu finden, der wirklich zu Ihrem Alltag passt.

 
 
 

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