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Hilfsmittel nach einer OP – was Sie für die Reha zu Hause brauchen

  • 22. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 10 Minuten

Eine Operation ist überstanden – doch die eigentliche Herausforderung beginnt oft erst danach: die Genesung zu Hause. Ob nach einer Hüft-TEP, einem Kniegelenksersatz, einer Schulteroperation oder einem Bandscheibeneingriff – der Alltag stellt in den ersten Wochen ganz neue Anforderungen. Die richtige Ausstattung mit Hilfsmitteln kann den Heilungsprozess spürbar erleichtern, Stürze verhindern und die Selbstständigkeit früher zurückbringen. Wir geben einen praxisnahen Überblick.



Frühzeitig planen – am besten vor der OP

Viele Patienten unterschätzen, wie eingeschränkt sie in den ersten Tagen und Wochen nach einer Operation sein werden. Wer rechtzeitig plant, kommt direkt nach der Entlassung aus dem Krankenhaus gut versorgt nach Hause – ohne Stress und ohne Lücken in der Versorgung.


Unser Tipp: Sprechen Sie uns bereits vor dem Operationstermin an. Wir beraten Sie, welche Hilfsmittel für Ihren Eingriff sinnvoll sind, und können alles vorbereiten, damit die Hilfsmittel pünktlich zur Entlassung bereitstehen.


Mobilität: Gehstützen, Rollator und Gehstock


Nach Eingriffen an Hüfte, Knie oder Sprunggelenk ist eine Entlastung des operierten Beins in der Regel für mehrere Wochen notwendig. Die passende Gehhilfe hängt vom Grad der Entlastung ab:


  • Unterarmgehstützen: die klassische Wahl nach Knie- oder Hüft-OP – ermöglichen gezielte Teilbelastung oder Vollentlastung, paarweise eingesetzt

  • Rollator: sinnvoll, wenn die Stabilität beim Gehen insgesamt eingeschränkt ist – bietet mehr Sicherheit als Gehstützen, besonders für ältere Patienten

  • Gehstock: für die Abschlussphase der Reha, wenn nur noch leichte Unterstützung benötigt wird – gegenläufig zur operierten Seite einsetzen

Wichtig: Gehstützen müssen auf die Körpergröße eingestellt sein. Eine falsch eingestellte Stütze belastet Schulter, Handgelenk und Rücken. Wir passen sie fachgerecht an.


Sicherheit im Bad – ein oft unterschätztes Thema

Das Bad ist nach einer OP einer der gefährlichsten Orte im Haushalt. Rutschige Böden, enge Bewegungsräume und ungewohnte Körperhaltungen erhöhen das Sturzrisiko erheblich. Folgende Hilfsmittel schaffen Abhilfe:

  • Duschhocker oder Duschsätze: ermöglichen das Duschen im Sitzen – entlastet das operierte Gelenk und reduziert Sturzgefahr

  • Badewannenlifter: für Patienten, die ein Wannenbad bevorzugen – hebt und senkt die Person hydraulisch oder elektrisch

  • Haltegriffe: zur Wandmontage oder als freistehende Variante – wichtige Stütze beim Aufstehen und Hinsetzen

  • Toilettensitzerhöhung: besonders nach Hüft-OP unverzichtbar – verhindert, dass der Hüftwinkel von 90 Grad unterschritten wird

Alltagshilfen: Was den Unterschied macht

Viele alltägliche Handgriffe, die wir sonst nicht bewusst wahrnehmen, werden nach einer OP zur Herausforderung. Kleine Hilfsmittel können hier enorm entlasten:

  • Greifzange: zum Aufheben von Gegenständen vom Boden – verhindert gefahrvolles Bücken nach Hüft-OP

  • Anziehhilfen für Strümpfe: ermöglicht das Anziehen von Strümpfen ohne Beugen – besonders wichtig bei Kompressionsstrümpfen

  • Schuhanziehhelfer (Schuhanzieher mit langem Stiel): verhindert tiefes Bücken beim Anziehen von Schuhen

  • Aufstehhilfe für Sessel und Sofa: elektrisch oder mechanisch – erleichtert das Aufstehen aus weichen Sitzmöbeln erheblich

  • Bettseitenstütze oder Bettgriff: gibt Halt beim Aufsetzen und Hinlegen – oft unterschätzt, aber sehr entlastend

Nach Schulteroperation: Was ist zu beachten?

Nach Schulteroperationen (z. B. Rotatorenmanschettenreparatur, Schulterprothese) ist der Arm für mehrere Wochen in einer Armschlinge ruhiggestellt. Hier sind andere Hilfsmittel gefragt:

  • Orthopädische Armschlinge oder Schulterorthese: hält den Arm in der vom Arzt vorgegebenen Position – kommt direkt aus dem Krankenhaus oder vom Sanitätshaus

  • Einhandhilfen: Flaschenöffner, Schneidehilfen, Besteck mit Spezialgriff – erleichtern den Küchenalltag mit nur einer Hand

  • Ankleidehilfen: Knopfhilfe, Reißverschlusshilfe – für das selbstständige An- und Ausziehen mit eingeschränktem Arm

Was zahlt die Krankenkasse?

Viele postoperative Hilfsmittel werden bei ärztlicher Verordnung von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen – darunter Unterarmgehstützen, Rollator, Toilettensitzerhöhung, Duschhocker und orthopädische Orthesen. Die Krankenkasse bezahlt in der Regel bis zum Festbetrag; Aufzahlungen für Komfortmodelle sind möglich.

Hilfsmittel, die nicht auf Rezept verordnet werden – etwa Greifzangen oder Anziehhilfen – sind häufig günstig und direkt im Sanitätshaus erhältlich. Wir beraten Sie transparent darüber, was erstattet wird und was Sie selbst zahlen.

Fazit

Die richtige Hilfsmittelausstattung nach einer Operation ist kein Luxus – sie ist ein entscheidender Beitrag zu einer sicheren, zügigen Genesung. Wer gut vorbereitet nach Hause kommt, erholt sich schneller, stürzt seltener und ist früher wieder selbstständig.

Steht bei Ihnen oder einem Angehörigen eine Operation bevor? Kommen Sie rechtzeitig in unser Sanitätshaus – wir beraten Sie ausführlich und sorgen dafür, dass alles pünktlich bereitsteht.

 
 
 

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